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Die Idee - Ein Interview mit Birgit Thorbow

Redaktion: Birgit, wie kam es zu der ursprünglichen Idee, ein Kindermusical aufzuführen?
Birgit Thorbow: Diese Idee hatte ich schon länger. In den letzten Jahren habe ich beruflich mit mehreren Schülergruppen Kindermusicals eingeübt und an Schulen, dem Hagener Stadttheater und an anderen Veranstaltungsorten aufgeführt. Das einmal mit den Kindern unserer Kirche umzusetzen, fand ich toll. Ich war mir am Anfang aber nicht sicher, ob sich genügend Mitwirkende für ein solch großes Projekt finden würden.

Redaktion: Wie ging es dann weiter?
Birgit Thorbow: Zunächst habe ich mir verschiedene Musicals angehört, kam aber immer auf das Stück von Hella Heizmann, Die Schrift an der Wand, zurück, weil ich der Meinung bin, dass es ein tiefsinniges, lebendiges und melodisch sehr gelungenes Werk ist. Bei Günter Struck suchte ich musikalisch kompetente Unterstützung und fand in ihm sofort einen Verbündeten. Er übt die Musicals seit dem nun auch gemeinsam mit mir ein. Bei den verantwortlichen Leitern der beiden Kirchenbezirke Ennepe-Ruhr und Hagen finden wir den notwendigen Rückhalt und Unterstützung. Die Kinder machen von Anfang an mit vollem Elan mit.

Redaktion: Das erste Musical hieß "Die Schrift an der Wand". Wie erfolgreich waren die Aufführungen?
Birgit Thorbow: Wir haben das Musical einmal im Saalbau Witten und zweimal im Kulturhaus Lüdenscheid, jeweils vor ausverkauften Häusern und auf dem Vorstehertag NRW aufgeführt. Insgesamt sahen rund 3.000 Besucher unser Stück. Das war ein riesiger Erfolg. Außerdem konnten wir 4.000 Euro für ein Waisenheim in Kinshasa spenden.

Redaktion: Jetzt laufen die Vorbereitungen für ein neues Musical auf Hochtouren. Worauf können wir uns freuen?
Birgit Thorbow: Wir haben wieder rund 100 Kinder an Bord. "Das Geheimnis von Zelle 10" ist ein Stück von Klaus Heizmann, das sehr melodisch und auch tiefsinnig ist. Aufführen werden wir es im Rahmen des Projektes Ruhr 2010 im Reichenbach Gymnasium in Ennepetal, im Saalbau Witten und in der Stadthalle Hagen.

Redaktion: Welche Möglichkeiten außer einer Gesangsrolle bietet sich den Kindern bei diesem Projekt noch?
Birgit Thorbow: Wir haben es den Kindern freigestellt, ob sie auf der Bühne das Musical spielen und singen oder ob sie lieber ihr Instrument spielen möchten. Beides ist möglich, da die unterschiedlichen Szenen nämlich nicht nur von einem Keyboard, sondern auch vom Orchester begleitet werden. Die Leitung des Kinderorchesters übernimmt auch weiterhin Tobias Sprenger.

Redaktion: Neben der Probenarbeit gibt es sicherlich noch eine Vielzahl anderer Dinge zu beachten. Wie habt ihr das organisiert?
Birgit Thorbow: Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Kerstin Adam und Ralf Dembkowski ein gutes Team bilden. Sie sind für einen großen Teil der Organisation zuständig. Ansonsten haben wir Arbeitsgruppen in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Kulissenbau, Tontechnik usw. Das Organisationsteam besteht aus 24 Glaubensgeschwistern beider Bezirke. Wir treffen uns zur Abstimmung regelmäßig einmal im Monat. Die enge Zusammenarbeit aller Bereiche ist für unser Projekt sehr wichtig.